El Niños Auswirkungen: Wie ein sich verstärkendes Pazifikmuster verschiedene Anlageklassen beeinflusst

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2026 | Autor: Cameron MacDonald

  • El Niño ist ein periodisches Klimaphänomen, das alle 2 bis 7 Jahre auftritt und durch eine Störung der normalen Wind- und Ozeanzirkulation im tropischen Pazifik verursacht wird. Während eines El Niño schwächen sich die Passatwinde ab oder kehren sich sogar um. Da sie das warme Wasser nicht mehr im Westen halten, verlagert es sich ostwärts über den Pazifik und erhöht die Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Ozean. Infolgedessen verlagert sich auch die Zone starker tropischer Niederschläge und atmosphärischer Konvektion. Diese Verlagerung stört die großräumige atmosphärische Zirkulation, einschließlich Position und Stärke der Jetstreams, und beeinflusst dadurch das Wetter weltweit.
  • El Niño könnte die Märkte vor allem über höhere Lebensmittel- und Rohstoffpreise beeinflussen und dadurch potenziellen Inflationsdruck erzeugen, der sich auf Geldpolitik, Realrenditen und die Nachfrage nach Gold auswirken könnte; der The Royal Mint Responsibly Sourced Physical Gold ETC (Ticker: RMAU) bietet ein Engagement in physischem Gold.
  • Midstream-Energieunternehmen können ein gewisses Maß an Inflationssensitivität bieten, wenn Pipeline-Tarife und vertraglich vereinbarte Gebühren an Erzeugerpreise gekoppelt sind; der Alerian Midstream Energy Dividend UCITS ETF (Ticker: MMLP) bietet Zugang zu nordamerikanischen Energieinfrastrukturunternehmen, die in den Bereichen Verarbeitung, Transport und Lagerung tätig sind.
  • El Niño wird üblicherweise mit einer geringeren Hurrikanaktivität im Atlantik in Verbindung gebracht, was kurzfristig ein unterstützendes Umfeld für Katastrophenanleihen schaffen könnte; der KRC Cat Bond UCITS ETF (Ticker: CATB) bietet Zugang zu einem diversifizierten Portfolio von Katastrophenanleihen.
  • Für Anleger liegt die Bedeutung von El Niño daher weniger im Wetterereignis selbst, sondern vielmehr darin, wie sich dieses auf Inflation, Geldpolitik, Energienachfrage und versicherte Katastrophenschäden überträgt.
  • El Niño ist ein periodisches Klimaphänomen, das alle 2 bis 7 Jahre auftritt und durch eine Störung der normalen Wind- und Ozeanzirkulation im tropischen Pazifik ausgelöst wird. Während eines El-Niño-Ereignisses lassen die Passatwinde nach oder kehren sich sogar um. Da sie das warme Wasser im Westen nicht mehr zurückhalten, strömt es nach Osten über den Pazifik und lässt die Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Ozean ansteigen. Wenn dies geschieht, verschieben sich die Zonen mit starken tropischen Regenfällen und atmosphärischen Konvektionen mit. Diese Verlagerung stört die allgemeine atmosphärische Zirkulation, einschließlich der Lage und Stärke der Jetstreams, und wirkt sich auf das Wetter weltweit aus.
  • El Niño kann einen globalen Schock bei den Lebensmittel- und Rohstoffpreisen auslösen und möglicherweise die Inflation in den folgenden 6–16 Monaten ansteigen lassen.
  • Bei Gold hängt die Auswirkung davon ab, ob eine höhere Inflation die Nachfrage nach einem Wertspeicher steigert oder zu höheren Realzinsen führt, die verzinsliche Anlagen attraktiver machen.
  • Energieunternehmen im Midstream-Bereich könnten einen sekundären Inflationsvorteil erfahren, wenn regulierte oder vertraglich festgelegte Transportgebühren parallel zu den Erzeugerpreisen steigen.
  • Katastrophenanleihen könnten von einer geringeren Hurrikanaktivität im Atlantik während El Niño profitieren, obwohl eine ruhigere Saison das Risiko erheblicher Katastrophenschäden nicht ausschließt.

Wie könnte sich El Niño auf Gold auswirken?

Der deutlichste wissenschaftlich belegte Zusammenhang zwischen El Niño und den Märkten verläuft über Lebensmittel und andere Rohstoffe. El Niño wirkt in der Regel vor allem als Preisschock bei Lebensmitteln. Untersuchungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen, dass rund ein Fünftel der Schwankungen der globalen Rohstoffpreisinflation auf El Niño zurückzuführen ist, wobei das Phänomen die reale Rohstoffpreisinflation über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten typischerweise um rund 3 % erhöhen kann.[1] Andere Schätzungen beziffern die Auswirkungen auf Nicht-Energie-Rohstoffe auf knapp 5 %, wobei diese 6 bis 16 Monate anhalten können.[2] Angesichts der derzeitigen Stärke dieses El-Niño-Ereignisses haben Goldman Sachs und UniCredit begonnen, auf ein überdurchschnittliches Aufwärtsrisiko für die weltweiten Lebensmittelpreise im Jahr 2027 hinzuweisen.[3]

Was könnte dies für Gold bedeuten? Hier wirken zwei gegensätzliche Faktoren. Gold gilt als Wertspeicher, weshalb eine höhere Inflation die Nachfrage nach Gold steigern kann. Gleichzeitig kann eine höhere Inflation Zentralbanken dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, um den Preisdruck einzudämmen. Höhere Zinsen, insbesondere höhere Realrenditen, können die Attraktivität von Gold gegenüber verzinslichen Anlagen verringern. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass Zentralbanken die Zinsen deutlich anheben, wenn eine durch El Niño verursachte Inflation als vorübergehend eingeschätzt wird.

El Nino

Quelle: Turnleaf Analytics. Daten per 30.06.2026. Nur zu Illustrationszwecken.

Wie könnte sich die Inflation auf Midstream-Energieunternehmen auswirken?

Weniger offensichtlich ist, dass ein durch El Niño ausgelöster Inflationsschub die Attraktivität von Midstream-Energieunternehmen erhöhen könnte. Midstream-Unternehmen erzielen ihre Einnahmen in der Regel aus Gebühren für den Transport, die Verarbeitung und die Lagerung von Energie und nicht aus Schwankungen der zugrunde liegenden Öl- oder Gaspreise. In vielen Fällen sind diese Gebühren an die Inflation gekoppelt.

Ein gutes Beispiel ist der Producer Price Index for Finished Goods (PPI-FG). In den USA nutzt die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) Veränderungen des PPI-FG, um jährliche Anpassungen der maximalen Gebühren festzulegen, die viele zwischenstaatliche Ölpipelines verlangen dürfen. Seit Juli 2026 ist die Formel auf PPI-FG abzüglich 0,55 Prozentpunkte festgelegt. Dies bedeutet, dass eine höhere Erzeugerpreisinflation unter sonst gleichen Bedingungen zu höheren zulässigen Pipeline-Transportgebühren führen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Einfluss von El Niño auf Midstream-Energieunternehmen nur indirekter Natur ist. Der PPI-FG wird selbstverständlich durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, die über das Wetter hinausgehen. Darüber hinaus könnten überdurchschnittlich hohe Wintertemperaturen die Nachfrage nach Öl- und Gasheizungen reduzieren.[4] Dennoch zeigt dieser Mechanismus, wie inflationsgebundene Verträge Teilen des Midstream-Sektors in Zeiten wetterbedingten Preisdrucks einen gewissen defensiven Schutz bieten können.

Was könnte ein geringeres Hurrikanrisiko für Katastrophenanleihen bedeuten?

Die durch El Niño verursachte Windscherung unterdrückt auch die Entstehung von Hurrikanen im Atlantik. Die Prognose der NOAA für 2026 geht daher von einer unterdurchschnittlichen Saison mit etwa 8 bis 14 benannten Stürmen aus – weniger als im historischen Durchschnitt.[5]

Hurrikane gehören zu den wichtigsten Risiken, die am Markt für Katastrophenanleihen abgedeckt werden, und El Niño wird typischerweise mit einer geringeren Hurrikanaktivität im Atlantik in Verbindung gebracht. Dies kann Katastrophenanleihen unterstützen, da die Wahrscheinlichkeit hurrikanbedingter Verluste sinkt.

Ein potenziell günstiges kurzfristiges Umfeld ist jedoch nicht der grundlegende Grund für eine Anlage in Katastrophenanleihen. Ihre Attraktivität liegt vielmehr in der Möglichkeit, attraktive Renditen bei minimalem Durations- oder Kreditrisiko zu erzielen. Die Renditen werden durch Naturereignisse und nicht durch den Konjunktur- oder Zinszyklus bestimmt. Wenn jedoch die Wahrscheinlichkeit eines zentralen Risikos, das vom Markt für Katastrophenanleihen abgedeckt wird, theoretisch sinkt, kann dies den Anlageansatz zusätzlich unterstützen.

Eine ruhigere Hurrikansaison ist jedoch keineswegs risikofrei: Verluste hängen von der Intensität und dem Ort eines Landfalls ab und nicht von der Anzahl der Stürme. Hurrikan Andrew, einer der teuersten Hurrikane in der Geschichte der USA, traf Florida während eines El-Niño-Jahres.[6] Daher beschreiben sich Manager von Insurance Linked Securities (ILS) eher als „vorsichtig, aber optimistisch“ und nicht als ausgesprochen positiv gestimmt.[7] Auch die Preise in der Rückversicherung sind aufgrund dieses Ausblicks allein nicht gefallen – die starke Konzentration der Risiken in Florida und an der Golfküste bedeutet, dass ein einzelner Sturm bereits zu einem kostspieligen Jahr führen könnte.[8] Darüber hinaus verteilt El Niño Risiken lediglich neu, anstatt sie zu beseitigen, und erhöht in anderen Regionen die Wahrscheinlichkeit von Taifunen im Pazifik, Dürren und Waldbränden. [9]

„El Niño verteilt Risiken lediglich neu, anstatt sie zu beseitigen, und erhöht in anderen Regionen die Wahrscheinlichkeit von Taifunen im Pazifik, Dürren und Waldbränden.⁹“

Was könnte dies für Anleger bedeuten?

El Niño kann Auswirkungen auf eine Reihe von Sektoren haben. Für die Einschätzung der Marktstimmung dürften insbesondere Gold, Veröffentlichungen zum Verbraucherpreisindex für Lebensmittel und die Reaktionen der Zentralbanken entscheidend sein – und weniger das Wetter selbst. Midstream-Energieunternehmen müssen das geringere Sturmrisiko am Golf gegen eine möglicherweise schwächere Heizenergienachfrage in den Wintermonaten abwägen, ergänzt durch einen verzögerten positiven Inflationseffekt. Bei Katastrophenanleihen verringert eine günstige Saison die Wahrscheinlichkeit von Verlusten im Zusammenhang mit tropischen Stürmen, beseitigt solche Risiken jedoch nicht vollständig.

KRC Cat Bond UCITS ETF (CATB) ist Europas erster UCITS ETF, der Zugang zum Markt für Katastrophenanleihen bietet – einer Anlageklasse mit potenziell attraktiven variabel verzinslichen Renditen und einer geringen Korrelation zu traditionellen Märkten.

Der von King Ridge Capital, einem Spezialisten für Insurance Linked Securities (ILS), verwaltete ETF investiert in ein diversifiziertes Portfolio von Katastrophenanleihen, mit denen Risiken aus Naturkatastrophen wie Hurrikanen und Erdbeben von Versicherern auf die Kapitalmärkte übertragen werden.


Der Alerian Midstream Energy Dividend UCITS ETF (MMLP) ist ein UCITS-konformer Exchange Traded Fund mit Domizil in Irland.

Der Fonds strebt ein diversifiziertes Engagement in Energieunternehmen an, die in den USA und Kanada in der Verarbeitung, dem Transport und der Lagerung von Öl, Erdgas und Erdgasflüssigkeiten tätig sind. Dazu gehören sowohl MLPs als auch C-Corporations.

Bitte beachten Sie, dass der Wert Ihrer Anlage sowohl fallen als auch steigen kann und die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung ist.


Der Royal Mint Responsibly Sourced Physical Gold ETC bildet den Kassapreis von physischem Gold ab und bietet Anlegern Zugang zum Goldmarkt. Gleichzeitig ist das Produkt Scharia-konform. Es ist das erste Finanzprodukt, das von The Royal Mint unterstützt wird. Eine Besonderheit besteht darin, dass Privatanleger eine Einlösung in physische Barren und Münzen vornehmen können, die im sicheren Tresor von The Royal Mint in Llantrisant, Wales, gelagert werden. 100 % des verwahrten Goldes sind durch London Bullion Market Association (LBMA) Good-Delivery-Barren aus der Zeit nach 2019 gedeckt, wobei rund die Hälfte des Goldes zu 100 % recycelt ist. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine wurden sämtliche Goldbarren russischen Ursprungs aus dem Physical Gold ETC entfernt.


Wesentliche Risiken

  • Thematische ETFs sind auf eine begrenzte Anzahl von Sektoren ausgerichtet. Die Anlage ist daher konzentriert und kann einer hohen Volatilität unterliegen.
  • Energieinfrastrukturunternehmen können spezifischen Branchen- und Sektorrisiken ausgesetzt sein, darunter Schwankungen der Rohstoffpreise und eine geringere Energienachfrage während einer Rezession.
  • Die Rendite einer Anlage in Energieinfrastrukturunternehmen kann durch Schwankungen der Energiepreise oder Veränderungen der wirtschaftlichen Lage in den USA beeinflusst werden.
  • Der Fonds reagiert sensibel auf Veränderungen bei Goldminenunternehmen, und seine Wertentwicklung hängt in stärkerem Maße von deren allgemeiner Verfassung ab.
  • Das Vermögen des Teilfonds wird aktiv vom Investmentmanager verwaltet, der bei der Anlage des Vermögens über einen Ermessensspielraum verfügt, um das Anlageziel zu erreichen. Es gibt keine Garantie dafür, dass das Anlageziel des Teilfonds erreicht wird.
  • Hochverzinsliche festverzinsliche Wertpapiere unterliegen zusätzlichen Risikofaktoren, darunter einer erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit, einer geringeren Liquidität der Wertpapiere sowie Wertschwankungen aufgrund der öffentlichen Wahrnehmung des Emittenten.
  • Der Teilfonds unterliegt dem Risiko, dass ein Trigger-Ereignis einer bestimmten Größe bzw. Intensität tatsächlich in einem festgelegten geografischen Gebiet eintritt. Infolgedessen kann der Teilfonds den gesamten oder einen wesentlichen Teil des in ein bestimmtes Wertpapier investierten Kapitals sowie den Anspruch auf weitere Zinszahlungen auf dieses Wertpapier verlieren. Sollten mehrere Trigger-Ereignisse eintreten, die einen erheblichen Teil des Portfolios des Teilfonds betreffen, könnte der Teilfonds erhebliche Verluste erleiden.
  • ETC-Wertpapiere sind als Schuldverschreibungen und nicht als Aktien strukturiert.
  • Das Kapital der Anleger ist vollständig einem Verlustrisiko ausgesetzt, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück. Wechselkursschwankungen können sich positiv oder negativ auf die Rendite auswirken.
  • Eine vollständige Übersicht aller Risiken finden Sie im Abschnitt „Risk Factors“ des Prospekts.

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Häufig gestellte Fragen

El Niño beeinflusst die Märkte vor allem durch Veränderungen bei wetterabhängigen Rohstoffen, insbesondere bei Lebensmitteln, was zu einer höheren globalen Rohstoffpreisinflation beitragen kann.

Potenziell. Eine höhere Inflation kann die Nachfrage nach Gold als Wertspeicher erhöhen. Dieser Effekt könnte jedoch abgeschwächt werden, wenn die Inflation zu höheren Zinssätzen und Realrenditen führt.

Gold wirft keine laufenden Erträge ab. Höhere Realzinsen können daher verzinsliche Anlagen im Vergleich attraktiver machen und die Nachfrage nach Gold verringern.

Eine höhere Inflation könnte es einigen Midstream-Unternehmen ermöglichen, Transport- und Infrastrukturgebühren zu erhöhen, wenn Verträge oder regulierte Tarife an die Erzeugerpreisinflation gekoppelt sind.

Nicht unbedingt. Verluste bei Katastrophenanleihen hängen von Faktoren wie der Intensität eines Sturms, seinem Ort und dem Landfall ab und nicht allein von der Anzahl der Stürme.

Nein. El Niño kann Risiken geografisch verlagern, indem es möglicherweise bestimmte Hurrikanrisiken im Atlantik verringert und zugleich die Wahrscheinlichkeit anderer Ereignisse wie Taifune im Pazifik, Dürren und Waldbrände erhöht.

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