Verantwortung und Wiederaufrüstung in Einklang bringen

Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2026 | Autor: Tom Bailey

Dieses Papier untersucht, wie sich die Haltung von Investoren gegenüber dem Verteidigungssektor seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine verändert hat. Es skizziert die offiziellen politischen Reaktionen europäischer Institutionen, des HM Treasury und der UK Investment Association und analysiert Daten dazu, wie sich die Exponierung von Artikel-8-Fonds entwickelt hat – mit weit verbreiteten Ausschlüssen kontroverser Waffen, aber deutlich weniger Ausschlüssen im Bereich konventioneller Verteidigung. Anschließend wird betrachtet, wie führende europäische Investoren ihre Richtlinien angepasst haben, bevor ein Überblick über den Future of Defence Screened UCITS ETF (NATE) und den Future of European Defence Screened UCITS ETF (ARMY) von HANetf folgt, die beide unter Artikel 8 klassifiziert sind und auf transparenten Ausschlussrahmen basieren[1].

This paper examines how investor attitudes towards defence have changed since the outbreak of the war in Ukraine. It outlines the official policy responses from European institutions, HM Treasury, and the UK Investment Association, and reviews data showing how Article 8 fund exposures have evolved, with widespread exclusions on controversial weapons but far fewer on conventional defence. It then considers how leading European investors have adjusted their policies.

„Die russische Invasion in der Ukraine hat die Debatte über die Rolle von Verteidigungssektor-Exponierungen innerhalb verantwortungsvoller Investmentansätze grundlegend verändert.“

Veränderte Einstellungen zu Responsible Investing und Verteidigung

Über Jahrzehnte hinweg wurde Verteidigung häufig als Ausschlusskategorie betrachtet und mit Sektoren wie Tabak oder fossilen Brennstoffen gleichgesetzt. Diese Sichtweise verändert sich nun, da europäische politische Entscheidungsträger, Investoren und Asset Manager erkennen, dass Sicherheit und Stabilität Voraussetzungen für nachhaltige Gesellschaften und funktionierende Märkte sind.

Europäische Institutionen haben dies ausdrücklich hervorgehoben. Im White Paper for European Defence – Readiness 2030 erklärte die Europäische Kommission, dass die Sustainable Finance Disclosure Regulation der EU „die Finanzierung des Verteidigungssektors nicht verhindert“.[2] Der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ergänzte: „Ohne Industrie gibt es keine Verteidigung, keine Abschreckung und keine Sicherheit.“[3]

Auch die britische Regierung vertritt eine ähnliche Position. Im Jahr 2023 stellte das HM Treasury klar, dass „Investitionen in gute, qualitativ hochwertige und gut geführte Verteidigungsunternehmen mit ESG-Erwägungen vereinbar sind“.[4]

Hinweise auf veränderte Exponierungen

Daten von Morningstar zeigen, wie sich dieser Einstellungswandel in Portfolios niedergeschlagen hat. Seit 2022 ist die Exponierung gegenüber Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsunternehmen in europäischen Artikel-8-Fonds deutlich gestiegen. Anfang jenes Jahres lag die durchschnittliche Exponierung bei lediglich 0,6 % für aktive Fonds und 0,2 % für passive Fonds. Bis 2025 waren diese Werte auf 2,5 % bzw. 1,2 % gestiegen. Der Anstieg spiegelt sowohl die Marktentwicklung als auch bewusste Umschichtungen durch Fondsmanager wider.

Der Anteil europäischer Artikel-8-Aktienfonds ohne Verteidigungsexponierung ist von 67 % im Jahr 2022 auf 46 % gesunken, während der Anteil der Fonds mit mehr als 5 % Exponierung von 3 % auf 19 % gestiegen ist.[5]

Wenn es um SFDR-Artikel-8-Fonds geht, konzentrieren sich die meisten Screening-Richtlinien auf kontroverse Waffen, die weiterhin von rund 90 % der europäischen Aktienstrategien ausgeschlossen werden. Nur sehr wenige verhängen jedoch pauschale Verbote gegen konventionelle Verteidigung. Dieser selektive Ansatz zeigt ein differenzierteres Verständnis der Vielfalt des Sektors und seiner zentralen Rolle für die europäische Sicherheit.[6]

Anpassungen institutioneller Richtlinien

Diese Unterscheidungen haben bei großen Investoren zu konkreten Richtungsänderungen geführt. Seit 2022 hat eine wachsende Zahl europäischer Institutionen ihre Rahmenwerke so angepasst, dass Investitionen in konventionelle Verteidigung zulässig sind, während Ausschlüsse kontroverser Waffen bestehen bleiben.

Legal & General Investment Management bestätigte öffentlich, die Exponierung gegenüber Verteidigungsaktien zu erhöhen.[7] Danske Bank Asset Management erweiterte sein investierbares verteidigungsbezogenes Universum um rund zweihundert Unternehmen.[8] Auch PFA Pension vergrößerte das Universum verteidigungsbezogener Aktien, in die investiert werden darf.[9] Deutsche und schweizerische Manager gingen ähnliche Schritte. Allianz Global Investors hob Beschränkungen für Investitionen in Unternehmen auf, die mehr als 10 % ihres Umsatzes mit militärischer Ausrüstung oder Dienstleistungen erzielen[10], während UBS Asset Management eigene Ausschlüsse lockerte, um einigen Nachhaltigkeitsfonds Investitionen in Verteidigungsunternehmen zu ermöglichen.[11]

Institution Beschreibung der Änderungen in der Verteidigungspolitik
European Investment Bank (öffentliche Bank der EU)Hatte Beschränkungen aufgehoben bzw. die Förderfähigkeit verteidigungsbezogener Finanzierungen erweitert (weiterhin keine Waffen/Munition) und damit die Unterstützung für Cybersicherheit, Mobilität und kritische Infrastruktur ausgebaut. Reuters
Legal & General Investment Management (UK)Erklärte, mehr Verteidigungsaktien zu kaufen, als öffentliches Signal einer höheren Allokationsbereitschaft im Rahmen der politischen Debatte in Europa. Reuters
Pension Danmark (Dänemark)Zeigt den Wandel in Skandinavien: Offenheit von AMF für Investitionen in Verteidigungsinfrastruktur sowie dänische Branchenleitlinien zur Unterstützung konventioneller Waffen/Infrastruktur bei gleichzeitigen Verboten kontroverser Waffen. LeMonde
AMF (Schweden, Pensionsfonds)Offen für Investitionen in Verteidigung, unter Ausschluss kontroverser Waffen, laut Berichterstattung großer Medien über politische Veränderungen in den nordischen Ländern. LeMonde
UBS Asset Management (Schweiz) Strich Waffen-Ausschlüsse in Teilen seines nachhaltigen Produktangebots und ermöglichte damit Exponierungen gegenüber Herstellern konventioneller Verteidigung, während kontroverse Waffen weiter ausgeschlossen bleiben. Reuters 
Danske Bank Asset Management / Danske Invest (Dänemark)Entfernte zum 1. April 2025 rund 30 Namen von der Ausschlussliste; im Verlauf des letzten Jahres wurde das investierbare verteidigungsbezogene Universum um rund 200 Unternehmen erweitert, kontroverse Waffen bleiben ausgeschlossen. Danskebank 
PFA Pension (Dänemark)Erweiterte ihr investierbares Universum um zusätzliche europäische und US-Verteidigungswerte wie Airbus, Thales, BAE und Boeing; kündigte den Richtungswechsel im Mai 2025 an und meldete später eine nahezu Verzehnfachung der Verteidigungsexponierung nach der Revision. PFA
Akademiker Pension (Dänemark) Hob Verbote für mehrere große europäische Verteidigungsunternehmen auf, bei Beibehaltung der Ausschlüsse kontroverser Waffen, und lockerte ausdrücklich Regeln im Zusammenhang mit Verbindungen zum europäischen Nuklearprogramm. Reuters 
SEB Investment Management (Schweden)Seit 2022 konnten einige Fonds in konventionelle Verteidigung investieren; 2025 erweiterte SEB die Zahl der Fonds, die in diesen Sektor investieren dürfen. SEB Group 
PenSam (Dänemark) & Finnlands staatlicher PensionsfondsBewegen sich in Richtung Verteidigungsexponierung über Private-Equity-GPs und signalisieren damit einen expliziten Allokationsweg. PE International
Swedbank Robur (Schweden) Legte einen Security-&-Defence-Fonds auf, einen aktiven globalen Aktienfonds, der als Beitrag zu SDG 16 positioniert wird und weiterhin kontroverse Waffen ausschließt. SwedBank 
Allianz Global Investors (Deutschland)Strich zwei Ausschlüsse in seinen nachhaltigen Fonds: konventionelle militärische Ausrüstung/Dienstleistungen mit über 10 % Umsatzanteil sowie Aktivitäten im Bereich Nuklearwaffen, sofern sie mit dem NVV vereinbar sind; Verbote kontroverser Waffen bleiben bestehen. 
Reuters

Kann man über Standard-Screens hinausgehen?

Verteidigung ist ein geopolitisch sensibler Sektor. Für Investoren mit verantwortungsbezogenen oder wertebasierten Zielen kann daher auch der Sitz eines Unternehmens ein wichtiger Faktor sein. Viele Investoren möchten möglicherweise Verteidigungsunternehmen ausschließen, die in Ländern mit gegensätzlichen geopolitischen Positionen tätig sind oder in Rechtsräumen mit weniger strengen Exportkontrollregimen operieren.

Diese Überlegung prägte die Entwicklung des Future of Defence UCITS ETF (NATO). Das NATO-Bündnis ist per Satzung ein Verteidigungsbündnis, das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, um kollektive Sicherheit unter seinen Mitgliedern zu gewährleisten. Durch den Fokus auf Unternehmen mit Sitz in NATO- oder NATO-nahen Ländern ermöglicht der ETF Investoren eine Exponierung gegenüber dem Verteidigungssektor, während gleichzeitig bestimmte geografische oder Governance-Präferenzen berücksichtigt werden.

Bei der Betrachtung von Screens innerhalb verteidigungsbezogener Investments kann ein NATO-basierter Ansatz einen klaren und transparenten Rahmen bieten. Er schafft ein klar definiertes Set von Rechtsräumen mit etablierten Governance-Standards und langjährigen Verpflichtungen zur kooperativen Sicherheit.

Verteidigungsorientierte Fonds mit Artikel-8-Klassifizierung

Der Future of Defence Screened UCITS ETF (NATE) und der Future of European Defence Screened UCITS ETF (ARMY) von HANetf verkörpern den Wandel darin, wie Verteidigungsexponierung in verantwortungsbewusste Portfolios integriert wird. Beide Fonds sind nach Artikel 8 klassifiziert und wenden transparente, regelbasierte Ausschlüsse an, die Exponierungen gegenüber kontroversen Waffen und anderen Aktivitäten ausschließen, die nicht mit verantwortungsbewusstem Investieren vereinbar sind.

Der Future of Defence Screened UCITS ETF (NATE) bietet diversifizierte Exponierung gegenüber börsennotierten Unternehmen mit Hauptsitz in NATO-Mitgliedstaaten, die direkt in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheitstechnologien tätig sind. Der geografische Filter ist zentraler Bestandteil der Methodik. Nur Unternehmen mit Sitz in NATO-Mitgliedstaaten sind investierbar, wodurch sichergestellt wird, dass die Exponierung auf die kollektive Verteidigung von Demokratien ausgerichtet ist. Die NATO ist per Satzung ein Verteidigungsbündnis.

Der Future of European Defence Screened UCITS ETF (ARMY) fokussiert sich gezielt auf den Wiederaufbau der europäischen Verteidigung. Er zielt auf Unternehmen ab, die voraussichtlich von der fortlaufenden Wiederaufrüstung des Kontinents profitieren. Der Index wendet dasselbe Ausschlussrahmenwerk wie NATO an, legt jedoch den Schwerpunkt auf Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in europäischen NATO-Mitgliedstaaten.

ETFGeografischer FokusKlassifizierungZentrale AusschlüsseZielsetzung
Future of Defence Screened UCITS ETF (NATE)Unternehmen mit Hauptsitz in NATO-MitgliedstaatenArtikel 8 (SFDR)Kontroverse Waffen, Nicht-NATO-RechtsräumeErfassung des globalen Verteidigungssektors verbündeter Staaten im Einklang mit der Wiederaufrüstung der NATO
Future of European Defence Screened UCITS ETF (ARMY)Europafokussierte Verteidigungs- und LuftfahrtunternehmenArtikel 8 (SFDR)Kontroverse Waffen, nicht-europäische EmittentenErfassung der Wiederaufrüstung und industriellen Erneuerung der europäischen NATO

Beide Fonds sollen die neue Ausrichtung zwischen Verteidigungspolitik und Kapitalallokation widerspiegeln. Sie zeigen, dass Investoren Exponierung gegenüber der Verteidigungsindustrie aufbauen können, die die Sicherheit verbündeter Staaten unterstützt, und dabei zugleich die Grenzen verantwortungsvollen Investierens wahren.

Changing attitudes towards responsible investing and defence

For decades, defence had often been viewed as an exclusionary category, grouped with sectors such as tobacco or fossil fuels. That view is now shifting as European policymakers, investors, and asset managers recognise that security and stability are preconditions for sustainable societies and functioning markets.

European authorities have made this case explicitly. The European Commission’s White Paper for European Defence – Readiness 2030 stated that the EU’s Sustainable Finance Disclosure Regulation “does not prevent financing of the defence sector.”[2] Former NATO Secretary General Jens Stoltenberg added that “without industry, there is no defence, no deterrence, and no security.”[3]

The UK government has taken a similar line. In 2023, HM Treasury clarified that “investing in good, high-quality, well-run defence companies is compatible with ESG consideration.” [4]

Evidence of shifting exposure

Morningstar data illustrate how this change in attitude has filtered into portfolios. Since 2022, exposure to aerospace and defence companies within European Article 8 funds has risen sharply. At the start of that year, average exposure was just 0.6 percent for active funds and 0.2 percent for passive funds. By 2025, these figures had risen to 2.5 percent and 1.2 percent respectively. The increase reflects both market performance and deliberate reallocation by managers.

The share of Article 8 European equity funds with zero exposure to defence has dropped from 67 percent in 2022 to 46 percent, while those holding more than 5 percent have risen from 3 percent to 19 percent.[5]

When it comes to SFDR Article 8 funds, most screening policies concentrate on controversial weapons, which remain excluded by roughly 90 percent of European equity strategies. Very few, however, impose blanket bans on conventional defence. This selective approach shows a more nuanced understanding of the sector’s diversity and its central role in European security.[6]

Institutional policy revisions

These distinctions have translated into concrete policy shifts among major investors. Since 2022, a growing number of European institutions have amended their frameworks to permit investment in conventional defence while maintaining exclusions on controversial weapons.

Legal & General Investment Management publicly confirmed that it would increase exposure to defence equities.[7] Danske Bank Asset Management expanded its investable defence-related universe by roughly two hundred companies.[8] PFA Pension also expanded its universe of defence-related stocks that it can invest in.[9] German and Swiss managers have taken comparable steps. Allianz Global Investors dropped restrictions on investing in companies with more than 10% of revenue from military equipment or services[10], while UBS Asset Management relaxed its own exclusions to allow some of its sustainability funds to invest in defence companies.[11]

Institution Description of defence policy changes  
European Investment Bank (EU public bank)Lifted limits / broadened eligibility for defence-related financing (still no weapons/ammunition), expanding support for cybersecurity, mobility, and critical infrastructure. Reuters
Legal & General Investment Management (UK)Stated it will buy more defence stocks (public affirmation of increased allocation appetite alongside the policy debate in Europe) Reuters
Pension Danmark (Denmark)Details Scandinavia’s shift: AMF openness’s defence-infrastructure investment, and Danish industry guidelines supporting conventional-weapons/infrastructure while maintaining controversial-weapons bans. LeMonde
AMF (Sweden, pension fund)Open to investing in defence (excluding controversial weapons), per major-press reporting on Nordic policy shifts LeMonde
UBS Asset Management (Switzerland) Ditched weapons exclusions in parts of its sustainable range, allowing exposure to conventional defence manufacturers (controversial weapons still excluded). Reuters
Danske Bank Asset Management / Danske Invest (Denmark)Removed c. 30 names from exclusions on 1 Apr 2025; over the last year expanded defence-related investable universe by ~200 companies (still excludes controversial weapons). Danskebank
PFA Pension (Denmark)Expanded its investable universe to include additional European and U.S. defence names (e.g., Airbus, Thales, BAE, Boeing); stated policy shift in May 2025 and later disclosed a near ten-fold increase in defence exposure post-revision. PFA
Akademiker Pension (Denmark) Lifted bans on several major European defence firms (while keeping controversial-weapons exclusions), explicitly relaxing rules tied to European nuclear-programme links. Reuters
SEB Investment Management (SwedenSince 2022 some funds could invest in conventional defence; in 2025 SEB expanded the number of funds permitted to invest in the sector. SEB Group
PenSam (Denmark) & Finland’s State Pension fund Moving to gain defence exposure via PE GPs, signaling an explicit allocation route. PE International
Swedbank Robur (Sweden) Launched a Security & Defence fund (active global equity) framed as contributing to SDG 16 (still excluding controversial weapons). SwedBank
Allianz Global Investors (Germany)Scrapped two exclusions in its sustainable funds: (>10% revenue) conventional military equipment/services and nuclear-weapons activities compliant with NPT, retaining bans on controversial weapons. 
Reuters

Can you go further than standard screens?

Defence is a geopolitically sensitive sector. For investors with responsible or values-based objectives, the location of a company’s domicile can therefore be an important consideration. Many investors may prefer to exclude defence companies that operate in countries with adversarial geopolitical positions or in jurisdictions with less stringent export-control regimes.

The NATO alliance is, by statute, a defensive alliance created in the aftermath of the Second World War to support collective security among its members. By focusing on companies domiciled in NATO or NATO-aligned countries, exposure to the defence sector can be made while maintaining alignment with certain geographic or governance preferences.

When considering screens within defence-related investments, a NATO-based approach can provide a clear and transparent framework. It offers a defined set of jurisdictions with established governance standards and long-standing commitments to cooperative security.

„Unsere neue Ära geopolitischer Instabilität hat die Grenzen verantwortungsvollen Investierens neu gezogen.“

Fazit: Auf dem Weg zu einem neuen Konsens im Responsible Investing

Die neue Ära geopolitischer Instabilität hat die Grenzen verantwortungsvollen Investierens neu definiert. Politische Entscheidungsträger wie auch Investoren erkennen heute, dass Frieden und Stabilität keine automatischen Voraussetzungen für Wohlstand sind, sondern das Ergebnis glaubwürdiger Verteidigungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wird die Verteidigungsindustrie zunehmend als strategische Notwendigkeit neu bewertet.

Investoren sind heute bereit, zwischen Verteidigungsaktivitäten zu unterscheiden, die durch Recht und Bündniskooperation geregelt sind, und Waffensystemen, die durch internationale Konventionen verboten sind, also kontroversen Waffen. Regulierungsbehörden in der EU und im Vereinigten Königreich haben klargestellt, dass Investitionen in regelkonforme Verteidigungsindustrien mit verantwortungsvoller Kapitalallokation vereinbar sind. Die Reaktionen von Asset Managern und Institutionen zeigen, dass sich diese Sichtweise inzwischen in der europäischen Investmentlandschaft durchsetzt.

Wesentliche Risiken

Thematische ETFs sind einer begrenzten Anzahl von Sektoren ausgesetzt. Die Anlage ist daher konzentriert und kann eine hohe Volatilität aufweisen. Das Kapital der Anleger ist vollständig einem Risiko ausgesetzt und der ursprünglich investierte Betrag wird möglicherweise nicht zurückerlangt. Wechselkurse können sich positiv oder negativ auf die Rendite auswirken. Der Wert von Aktien und aktienbezogenen Wertpapieren kann durch tägliche Bewegungen an den Aktien- und Devisenmärkten beeinflusst werden. Wenn Sie in ETFs investieren, ist Ihr Kapital einem Risiko ausgesetzt.

 

[1] Offenlegungsdokumente zur Nachhaltigkeit sind auf den Fondswebseiten verfügbar.

[2] https://commission.europa.eu/document/download/e6d5db69-e0ab-4bec-9dc0-3867b4373019_en?filename=White%20paper%20for%20European%20defence%20%E2%80%93%20Readiness%202030.pdf

[3] NATO – News: Secretary General at NATO-Industry Forum: without industry there is no defence, 25-Oct.-2023

[4] https://www.gov.uk/government/news/agreed-joint-statement-from-hm-treasury-and-the-investment-association

[5] https://www.sustainalytics.com/esg-research/resource/investors-esg-blog/eu-esg-funds–exposure-to-defense-continues-to-increase

[6] https://www.sustainalytics.com/esg-research/resource/investors-esg-blog/eu-esg-funds–exposure-to-defense-continues-to-increase

[7] https://www.reuters.com/business/finance/uk-investor-legal-general-buy-more-defence-stocks-2025-03-13

[8] https://danskebank.com/news-and-insights/news-archive/news/2025/01042025

[9] https://english.pfa.dk/news-archive/2025/05/08/10/45/pfa-expands-investments-in-defence

[10] https://www.reuters.com/business/finance/allianz-scraps-nuclear-military-exclusions-back-europes-rearmament-drive-2025-03-31/

[11] https://www.reuters.com/sustainability/sustainable-finance-reporting/ubs-ditches-weapons-exclusion-sustainable-investment-criteria-2025-04-01

Weitere Artikel

Adapting precision warfare: How US defence spending priorities are changing

Oktober 2026

Why the Nuclear Sector May Have Room to Grow

Oktober 2026

Why do currency swings matter for Bitcoin investors outside the US?

September 2026

Option Income Overlays Strategy Explainer Series: Part 1

September 2026

Four key drivers behind copper’s growth opportunity

September 2026

Three things investors should consider before investing in uranium ETFs

September 2026

The Merits of Bottom-Up Investing

September 2026

El Niño’s ripple effects: How a strengthening pacific pattern is moving different asset classes

August 2026

The forces shaping crypto’s next move

August 2026

Buried Treasure: How Geopolitical Relief Could Unearth Mining Gains

August 2026

Canada beyond the headlines: the case for energy, financials, and real estate

August 2026

Beyond a Chatbot: How can emerging-market platforms monetise AI?

Lloyd Capital Outlook

Mag 7 to Lag 7: What a tech stumble says about the potential risks of investing in major indices

Natural Gas – growing source of global energy and uncertainty

What is the cost of rebuilding Ukraine?

Why are central banks buying what they once sold?

Defence 2.0: How Drones and Cyber are reshaping investments

What investors should consider before investing in Defence ETFs in 2026

Copper’s role in the world had shifted

2026 Atlantic hurricane season outlook

The quest for the perfect business

How memory is the AI bottleneck

What does AI mean for cyber defence?

Do drones mean the death of defence primes?

Computing’s next big disruption is already here

Why can’t silver supply keep up with demand?

How much will the US military spend on drones?

What does the Iran war mean for travel and North American energy?

April 2026

Navigating geopolitics, energy security and structural demand

April 2026

Global Instability and the Future of European Energy Security

April 2026

Canada has what the world needs

März 2026

Ukraine could become the West’s solution for rearmament

März 2026

Iran crisis – four sectors to keep on your radar

März 2026

Von Panzern zu Code: Warum der nächste Verteidigungsboom digital sein wird

Februar 2026

Why cybersecurity and defence may be complementary themes?

Februar 2026

Preferred shares and outlook for months ahead

Februar 2026

Next stop for global travel

Februar 2026

The new nuclear age – why physical uranium matters now

Februar 2026

Critical Commodities for 2026

Februar 2026

The New Age of Tech | Tech Megatrend Outlook 2026

Januar 2026

The Future of Emerging Markets: 2026 Market Outlook

Januar 2026

Shape of the Markets by PT Asset Management

Oktober 2025

Midstream Energy Dividend ETF Report | September 2025

September 2025

Nuclear Energy – why uranium is back in favour

September 2025

Copper’s less known demand driver: defence

September 2025

Indo-Pacific Rearmament: How much will defence budgets grow by 2030?

September 2025

How gold is custodied and why it should matter to investors

September 2025

Travel in 2025 – strong data drives growth

August 2025

Different approaches to covered call ETFs

August 2025

Verständnis von Covered-Call-ETFs

August 2025

The opportunity presented by volatility

August 2025

Heightened demand for defence in the pacific region

August 2025

Three drivers of the health care sector in 2025

August 2025

Equal weighted tech – an interview with Anthony Ginsberg

Indo-Pacific Defence: What, Why and How?

Magnificent 8 of India – High-growth tech stocks in India to watch

The nuclear revival – a new dawn for uranium investment

ETFs are getting active – is your portfolio ready?

Three themes shaping the future of energy and ETFs to access them

Sharpening the Blade: How traders use leveraged and short crypto ETPs

YieldMax Investment opportunity

Praktische Anwendungen für Leveraged und Short Crypto ETPs

April 2025

European active ETFs – semi-transparency opens door to asset managers globally

April 2025

Warum es für die europäische Verteidigung noch nicht zu spät ist

April 2025

Tägliche Leveraged und Short ETPs verstehen

April 2025

The basics of the covered call strategy: Potential income and capital growth

März 2025

Renaissance der Rüstungsindustrie

März 2025

Tariffs, Tensions and the Uranium Opportunity

März 2025

Fallstudie zur Holding: Rheinmetall

März 2025

Fallstudie zur Holding: Bae Systems

März 2025

What would a US withdrawal from NATO mean for European defence?

März 2025

Drei Themen, die den Goldmarkt umgestalten

Februar 2025

ETFs Are Gaining Ground Over Mutual Funds

Februar 2025

Europe’s sidelining by US prompts defence spending reality check

Februar 2025

Will Europe be forced to defend itself alone?

Dezember 2024

Uranium 2025: Opportunities in a Structurally Undersupplied Market

Dezember 2024

Copper 2025: The Red Metal’s Next Chapter After a Year in the Black

Dezember 2024

Midstream Energy: Dividend Growth and Natural Gas Demand Drive 2025 Outlook

Dezember 2024

Emerging Markets 2025: The Rise of Digital and E-Commerce Giants

Dezember 2024

2025: A Year for Disciplined Investing in an Uncertain World

Dezember 2024

Trump and Tech: M&A Revival, Trade Shifts, and the Rise of Automation

Dezember 2024

Das Comeback des Gesundheitswesens: Warum das Jahr 2025 die Lebenszeichen des Sektors wiederbeleben könnte

Dezember 2024

Bitcoin’s Year Ahead: Why 2025 Could Be a Halving Hit

Dezember 2024

Clear skies ahead: is the travel industry poised for takeoff in 2025?

Dezember 2024

Golden Era: Why 2025 Could Shine Bright for Gold and Miners

Dezember 2024

Global Equities Under Trump: A New Era of Tariffs, Taxes, and Uncertainty

Dezember 2024

Europe rearms for a world of greater geopolitical risk

November 2024

US Election 2024: The Stakes for NATO and the Defence Industry

Oktober 2024

Do the Mag 7 have too much influence over the S&P 500?

Oktober 2024

Investors don’t care enough about recycled gold

Oktober 2024

The Royal Mint: A Millennium in the Making

Oktober 2024

Currency Hedged Physical Gold ETCs FAQs

Oktober 2024

Why would you use an ETF over a mutual fund?

Oktober 2024

Five companies leading India’s internet boom

September 2024

Can gold shine through the market turbulence

August 2024

Taking a U-turn: the world may be ready to embrace nuclear

AI adds to positive natural gas outlook

Copper – the defining metal of a new age

Trump stance will force NATO countries to spend more whether elected or not

The great travel industry rebound

ESG Mining – Turning a brown industry greener

ESG and defence investing: a balancing act

Dominant Magnificent 7 could lose ground to broader tech rally

The fall of Russian defence spending, and the rise of NATO

April 2024

Die KI-Revolution – ein Spiel mit Rohstoffen?

April 2024

Recycled gold and traceability

April 2024

Warum Investoren den Verteidigungssektor in Betracht ziehen sollten

April 2024

Copper’s new supercycle | Fresh highs and the long-term story

April 2024

Bitcoin in 2024 – a monumental year so far

März 2024

Gold price rallies but miners need to catch up

März 2024

Investing in India’s rise – what makes India an ideal emerging market?

Februar 2024

Global instability – three potential ways to hedge

Februar 2024

Energy Transition: The Metal Elephant in the Room

Januar 2024

HANetf’s 2024 Outlook

Dezember 2023

The Road Ahead for Digital Infrastructure

August 2023

HANetf Model Portfolios Performance Review – Q2

August 2023

Two Ways to Invest in Low-carbon Gold

März 2023

US-amerikanische ETFs sind nicht die einzigen ETF-Wrapper mit Steuervorteil; auch in Irland ansässige ETFs haben einen!

März 2023

Making Gold sustainable with HANetf’s Recycled Gold ETC and ESG Gold Mining ETF

Februar 2023

Article | There is no Walt Disney Company in crypto yet…

Januar 2023

Gold Shining in 2023?

Januar 2023

HANetf 2022 wrap up and outlook for 2023: Where did the inflows go?

Januar 2023

Key Dates for Digital Assets in 2022

Januar 2023

Article | The Merge and Ethereum – what you need to know

September 2022

Article | The innovative US funds that HANetf has brought to Europe

Article | Why small ETFs are not necessarily less liquid

Februar 2022

Article | HANetf Outlook 2022: Covid; gold; crypto and more

Januar 2022

Solar Energy 101 | Understanding the Solar Energy UCITS ETF

The Investment Case for Solar Energy | Executive Summary

The Royal Mint ESG Credentials

Six Things to Know about Investing in a Gold ETC

August 2020

Don’t Look | The Case For Non-Transparent Active ETFs

The Royal Mint Physical Gold ETC (RMAU) Frequently Asked Questions

April 2020

The Importance of the Physical Gold ETC Custodian | RMAU

März 2020

Responsible Gold Bars & Physical Redemption | RMAU | The Royal Mint Physical Gold ETC

März 2020

Wie man kauft